Die gewaltigen Dimensionen des stillgelegten Kohlekraftwerks faszinieren selbst im Stadium des Verfalls und als Ruine. Durch eine kleine Öffnung in der Außenwand gelangt man in die riesige, verlassene Maschinenhalle. Eine Galerie zieht sich über die obere Ebene, dominiert von einer roten Escher-Wyss-Turbine, die heute wie eine Kreatur aus H.R. Gigers Alien-Filmen wirkt. Wer sich weiter in das Kesselhaus wagt, steht Auge in Auge mit den imposanten Rohrleitungen und Rohrwandstrukturen des Brennkessels. Hier wurde einst durch das Verbrennen der Kohle Wasser erhitzt, um als Dampf die Turbinen zur Stromerzeugung anzutreiben. Heute steht die Kraftwerksruine sinnbildlich für den Aufstieg und Fall der europäischen Kohleindustrie. Kohle lieferte die Energie in Form von Koks und Strom, um Eisenerz zu schmelzen. Der damit produzierte Stahl bildete im 20. Jahrhundert in Form von Transportnetzen, Maschinen und Fabriken die Basis für den heutigen Wohlstand. Die Schattenseite war ein enormer CO2 Ausstoss, der schliesslich zur Stilllegung und dem Sterben der Kohle führte. Beitrag von stewi
Anfragen, die aus einem einigermassen ganzen Satz bestehen und vielleicht sogar noch etwas freundlich sind, werden gerne beantwortet.



Wow, was für ein absoluter Urbex-Traum. Absolut schöner Ort. Und super Fotos, wie immer. Ich sollte mich jetzt eigentlich sofort ins Auto setzen und die 6 Stunden Fahrt in Kauf nehmen 🙂 Danke für den schönen Beitrag.
Danke für das Kompliment. Die Gegend ist das Mekka für Urbex-Pilger. Durch den Niedergang der Stahlindustrie wimmelt es von spannenden Lost-Places. Aber vieles wird bereits rückgebaut, also nicht zu lange warten.